C Rep. 430

VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau

Der VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau war in der DDR verantwortlich für die Entwicklung, Projektierung, Errichtung und Inbetriebnahme von Kraftwerken aller Art.
Seine Ursprünge reichen mit der Gründung des VEB Energiebau bis ins Jahr 1951 zurück. Dieser aus dem Büro für Projektierung und Konstruktion von Energieanlagen, dem VEB Bergmann-Borsig und dem Energiebezirk Mitte gebildete Betrieb wurde bereits ein Jahr später in "VEB Elektroprojektierung" umbenannt. Nach Ausgliederung verschiedener Betriebsteile wurde er zum 1. April 1969 mit dem VEB Kraftwerksbau Radebeul, dem VEB Kernkraftwerksbau Berlin und dem VEB Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit (WTZ) Kraftwerksanlagenbau Pirna zum VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau zusammengeschlossen. Das Kombinat unterstand, wie schon seine Betriebsteile zuvor, der VVB Kraftwerksanlagenbau, die wiederum dem Ministerium für Schwermaschinen- und Anlagenbau der DDR zugeordnet war.
Zu seinen Bauten zählten Wasserkraft- und Heizkraftwerke, Umspannwerke sowie das erste Atomkraftwerk der DDR in Rheinsberg.
Als die VVB ihre Tätigkeit einstellen und neue Kombinate gegründet werden sollten, wurde die VVB Kraftwerksanlagenbau zum 31. Dezember 1978 aufgelöst. Zum selben Tag wurden ebenfalls der bestehende VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau sowie der VEB Kombinat Rohrleitungen und Isolierung Leipzig, der VEB Kombinat Dampferzeugerbau Berlin und der VEB Ingenieur-technischer Betrieb Pirna aufgelöst. Ihr Rechtsnachfolger zum 1. Januar 1979 wurde der namensgleiche "VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau" (VEB KKAB) mit Sitz in Berlin. Er umfasste neben dem VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau, der als Stammbetrieb den Zusatz "Generalunternehmer für komplette Kraftwerke" trug, die beiden Leitbetriebe VEB Dampferzeugerbau Berlin und VEB Rohrleitungen und Isolierungen Leipzig sowie den VEB Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau, Werk Berlin, den VEB Strömungsmaschinen in Pirna und den VEB Wasseraufbereitungsanlagen Markkleeberg. Mit Wirkung vom 1. Januar 1985 übernahm der VEB Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau die Funktion als Stammbetrieb.
Im Jahre 1990 wurde das Kombinat, das zuletzt rund 40.000 Mitarbeiter beschäftigte, aufgelöst.

Das Schriftgut gelangte im Oktober 1990 infolge der Auflösung des Kombinats und seines Verwaltungsarchivs in das Stadtarchiv Berlin.

Enthält:
Gebneraldirektion.- Kombinatsdirektion.- Organisation.- Buchhaltung.- Personal.- Planung.- Wissenschaft und Technik.- Schutzrecht und Neuererwesen.- Internationale Zusammenarbeit.- Gesellschaftliche Organisationen.- Vorgängerbetriebe (VEB Elektroprojektierung, VEB Kraftwerksbau Radebeul, VEB Kernkraftwerksbau Berlin, VEB WTZ Kraftwerksanlagenbau Pirna).- Fotos-, Filme, Tonbänder.

Erschlossen: 349 [AE] 16,50 [lfm]

Laufzeit:
(1931 - 1944, 1947) 1948 -

Benutzung:
Datenbank, Findbuch

Verweise:

-> LAB C Rep. 430-02 VVB Kraftwerksanlagenbau
-> LAB C Rep. 431 VEB Dampferzeugerbau Berlin
-> LAB C Rep. 432 VEB Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau, Werk Berlin
-> LAB C Rep. 620 VVB Verbundwirtschaft
-> LAB C Rep. 904-003 Grundorganisation der SED - VEB Kraftwerksanlagenbau
-> LAB C Rep. 904-114 Grundorganisation der SED - VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau
-> BA DG 8 Ministerium für Schwermaschinen- und Anlagenbau der DDR

Literatur:
-> Dobras, Wolfgang; Sobolewski, Olaf: VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau, STA Repositur 430. VVB Kraftwerksanlagenbau, STA Repositur 430-02, Berlin 1995 (= Findbücher, hrsg. vom Landesarchiv Berlin, Nr. 16).

Informationen zur Bestandsgruppe:
Information [1]

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